und warum es heute kraftvoller ist als je zuvor
Avocado-Prinzip, Branding, Marketing, Persönlichkeitsentwicklung und Leadership von innen nach außen gedacht
Manche Ideen entstehen nicht am Schreibtisch. Sie entstehen in einem Moment, in dem plötzlich alles zusammenfällt. Genauso war es beim Avocado-Prinzip. Es war kein großer Strategie-Masterplan. Kein bewusst entwickeltes Modell mit Launch-Fahrplan und Hochglanzpräsentation. Es war vielmehr eine spontane Erkenntnis in einem Workshop in Hannover. Und gerade deshalb ist diese Geschichte so wertvoll. Denn sie zeigt, dass starke Modelle oft dort entstehen, wo echte Beobachtung auf innere Klarheit trifft. In diesem Beitrag erzähle ich dir, wie das Avocado-Prinzip entstanden ist, warum es zunächst fast wieder verschwunden wäre und weshalb es heute im Branding, im Marketing, in Leadership und in der Persönlichkeitsentwicklung eine so zentrale Rolle spielt.
Wie begann die Geschichte des Avocado-Prinzips eigentlich?
Die Entstehungsgeschichte des Avocado-Prinzips beginnt etwa im Jahr 2007 oder 2008. Der Ort war Hannover, genauer gesagt das Mercure Hotel am Entenfang. Dort fand ein Workshop mit mehreren Teilnehmern statt. Ein Teil der Aufgabe war so einfach wie entlarvend: Die Teilnehmer sollten ihr Unternehmen, ihr Angebot und das, was sie konkret machen, kurz vorstellen.
Die Aufgabe war bereits im Vorfeld gestellt worden. Entsprechend vorbereitet kamen die Teilnehmer in den Workshop. Und trotzdem zeigte sich rasant ein Muster. Fast alle Beschreibungen waren lang, ausführlich und intensiv. Es wurde viel erzählt, viel erklärt und viel ausgeholt. Nur eine Sache fehlte meistens: Am Ende wusste kaum jemand im Raum wirklich präzise, was das jeweilige Unternehmen nun eigentlich konkret anbietet.
Genau dort lag der eigentliche Schmerz. Nicht fehlende Kompetenz. Nicht fehlende Erfahrung. Sondern fehlende Klarheit. Außen viel Text. Innen zu wenig Verdichtung.
Warum war ausgerechnet ein Bierfilz der Auslöser?
Mir war diese Problematik damals längst bewusst. Schon lange hatte ich mit Identitätsworkshops gearbeitet, in denen am Ende oft ein Satz entstand, also eine verdichtete Form eines Elevator-Pitches. Im Rahmen dieses Workshops kam jedoch noch eine neue Idee dazu. Und manchmal ist es ja genau so: Nicht der große Geistesblitz verändert alles, sondern ein kleiner zusätzlicher Gedanke.
Ich sagte damals sinngemäß: „Beschreibe dein Unternehmen oder dein Angebot auf der Rückseite eines Bierfilzes. Nicht mit vielen Worten, sondern mit einer einfachen Skizze.“ Genau das war die Aufgabe. Einfach. Direkt. Und gerade deshalb kraftvoll.
Diese Aufgabe stellte ich nicht nur den Teilnehmern. Ich stellte sie auch mir selbst. Und genau da passierte etwas Spannendes. Irgendwoher kam plötzlich das Bild einer aufgeschnittenen Avocado. Vielleicht lag sie beim Buffet. Vielleicht war es nur ein inneres Bild. Ich weiß es bis heute nicht genau. Aber auf einmal war sie da.
Und mit diesem Bild war auch die Logik da. Der Kern. Das Fruchtfleisch. Die Schale. Plötzlich war alles greifbar.
Warum war die Avocado plötzlich die perfekte Metapher?
In dem Moment wurde mir klar: Genau darüber spreche ich doch im Kern schon die ganze Zeit. Was zeichnet ein Unternehmen im Innersten aus? Das ist der Kern. Welche Prozesse, Leistungen und Abläufe dienen der Erfüllung des Leistungsversprechens? Das ist das Fruchtfleisch. Und was sieht der Kunde am Ende? Die Außenhaut, also die Schale.
Mit einem Mal war aus einer abstrakten Denkbewegung ein visuelles Modell geworden. Eine Metapher, die jeder sofort versteht. Und genau darin liegt bis heute die Kraft des Avocado-Prinzips. Es ist nicht kompliziert. Es ist eingängig. Es bringt Komplexität auf eine Form zurück, die Menschen sehen, fühlen und weiterdenken können.
Das ist übrigens oft ein gutes Zeichen für starke Modelle. Sie müssen nicht laut sein. Sie müssen nur stimmen. Das Avocado-Prinzip war von Anfang an so ein Bild. Es erklärte nicht nur etwas. Es ordnete etwas. Und zwar sofort.
Warum verschwand das Avocado-Prinzip zunächst fast wieder?
2009 wurde mir das Avocado-Prinzip zum ersten Mal als Marke zugesprochen. Damals war das zunächst ein kleines Experiment. Ich dachte mir: „Probierst du einfach mal. Meldest du es als Marke an.“ Und genau das tat ich.
Von 2009 bis 2019 war das Avocado-Prinzip dann ganz offiziell als Marke für mich gesichert. Das klingt heute nach einem klaren Schritt. In Wahrheit hatte ich damals aber noch viel zu wenig daraus gemacht. Es war da. Es war richtig. Doch es war noch nicht wirklich in das große Ganze eingebettet.
Dann stand die Verlängerung an. Und wie das bei Marken so ist: Die Verlängerung ist deutlich teurer als die ursprüngliche Anmeldung. Weil ich damals nicht genug daraus gemacht hatte, ließ ich die Marke auslaufen. Heute würde ich sagen: Das war menschlich nachvollziehbar, aber strategisch natürlich eher suboptimal. Manchmal erkennt man den Wert einer Idee eben erst dann, wenn sie plötzlich weg ist.
Was hat den Wendepunkt gebracht?
Der eigentliche Wendepunkt kam erst zwei oder drei Jahre später. Zu diesem Zeitpunkt entstand der Happy Place Ansatz immer klarer. Und im Rahmen dieses Ansatzes merkte ich plötzlich: Moment einmal. Das Avocado-Prinzip passt hier ja perfekt hinein.
Denn auch im Happy Place geht es genau darum, was ein Unternehmen im Kern auszeichnet, welche Prozesse und Abläufe daraus entstehen und wie es am Ende nach außen wirkt. Auf einmal war das Avocado-Prinzip nicht mehr nur ein gutes Bild für Unternehmensbeschreibungen. Es wurde zu einer tragenden Struktur für viel mehr.
Hier begann die zweite, eigentliche Karriere dieses Modells. Nicht als nette Metapher. Sondern als verbindendes Denkwerkzeug. Und ab diesem Punkt wurde auch sein Wert vollkommen neu sichtbar.
Warum funktioniert das Avocado-Prinzip in Branding und Marketing so gut?
Im Branding ist das Avocado-Prinzip fast schon verblüffend logisch. Der Kern steht für Werte, Haltung und Identität. Das Fruchtfleisch beschreibt die Prozesse, Angebote, Customer Journey und all das, was das Markenversprechen im Alltag einlöst. Die Schale ist am Ende die sichtbare Außenwirkung: Sprache, Design, Kommunikation und Markenbild.
Gerade im Marketing ist das entscheidend. Denn dort arbeiten viele Unternehmen zuerst an der Schale. Neue Kampagne. Neue Website. Neuer Slogan. Neue Farben. Doch wenn Kern und Fruchtfleisch nicht dazu passen, wird die schönste Schale zur Dekoration. Sie sieht vielleicht gut aus, trägt aber nicht.
Das Avocado-Prinzip macht diese Zusammenhänge sichtbar, ohne künstlich kompliziert zu werden. Genau deshalb ist es für Marketing und Branding so wertvoll. Es zwingt zu einer ehrlichen Frage: Ist das, was wir außen zeigen, innen überhaupt gedeckt?
Warum funktioniert das Modell auch in Leadership?
Irgendwann kam der nächste Gedanke: Wenn das für Unternehmen gilt, dann gilt es doch auch für Führungskräfte. Und genau so war es.
Im Bereich Leadership ist der Kern die Haltung der Führungskraft. Wofür steht sie? Welche Prinzipien leiten ihr Handeln? Das Fruchtfleisch sind die Prozesse, Entscheidungen, Routinen, Gespräche und Kommunikationsformen im Unternehmen. Und die Schale ist das, was Mitarbeitende und Umfeld wahrnehmen. Also: Wie steht diese Führungskraft da? Wie wirkt sie? Wie wird sie erlebt?
Dadurch wurde klar, dass das Avocado-Prinzip nicht nur ein Markenmodell ist. Es ist auch ein Führungsmodell. Es hilft, Führungsqualität nicht nur über Methoden zu definieren, sondern über Stimmigkeit. Und genau darin liegt eine seiner größten Stärken.
Warum ist das Avocado-Prinzip auch für Persönlichkeitsentwicklung geeignet?
Spätestens an dieser Stelle wurde es wirklich spannend. Denn irgendwann stellte sich die Frage: Wenn das Modell für Unternehmen und Führung funktioniert, warum dann nicht auch für den Menschen selbst?
Und wieder passte es erstaunlich gut. Der Kern sind dann die eigenen Werte, Regeln, Prinzipien und Glaubenssätze. Das Fruchtfleisch sind Routinen, Abläufe, Verhaltensmuster, Kommunikationsweisen und Entscheidungen. Die Schale ist schließlich die Selbstwahrnehmung und die Wirkung auf andere.
Genau dadurch wurde das Avocado-Prinzip auch für die Persönlichkeitsentwicklung zu einer starken Metapher. Es zeigt, dass Entwicklung nicht an der Oberfläche beginnt. Nicht bei der Rolle. Nicht bei der Inszenierung. Sondern innen. Immer innen.
Wenn du magst, halte an dieser Stelle kurz inne und frag dich: Wie viel von dem, was andere an mir sehen, ist wirklich Ausdruck meines Kerns – und wie viel ist nur Schale? Genau solche Fragen machen das Modell so kraftvoll.
Warum war die Rückkehr der Marke so wichtig?
Mit all diesen Entwicklungen wurde irgendwann offensichtlich: Das Avocado-Prinzip ist nicht irgendein Bild aus einem Workshop. Es ist ein zentraler Bestandteil von allem geworden, was ich heute tue.
Genau deshalb kam Ende 2025 die Entscheidung, die Markenrechte erneut zu beantragen. Und dieses Mal war klar: Jetzt geht es nicht mehr um ein Experiment. Jetzt geht es um Substanz. Am 28.04. wurde mir die Marke wieder eingetragen. Danach folgte die typische Einspruchsfrist von vier Wochen. Und ab dem 29.05. war die Marke dann wieder offiziell meine.
Das war mehr als ein formaler Schritt. Es war auch ein inneres Signal. Manche Ideen brauchen Zeit. Manche Modelle reifen. Und manchmal führt das Leben einen genau dorthin zurück, wo eine Idee längst auf ihren eigentlichen Platz gewartet hat.
Was macht die Geschichte des Avocado-Prinzips so besonders?
Die Geschichte des Avocado-Prinzips ist deshalb so spannend, weil sie nicht geschniegelt, nicht künstlich und nicht konstruiert ist. Sie ist spontan entstanden. Aus einer echten Beobachtung. Aus einem echten Problem. Aus dem Wunsch, Dinge einfacher, klarer und greifbarer zu machen.
Genau das unterscheidet tragfähige Modelle oft von cleveren Konzepten. Sie entstehen nicht, weil jemand unbedingt ein Modell entwickeln wollte. Sie entstehen, weil etwas auf einmal sichtbar wird, das vorher noch keinen Namen hatte.
Und vielleicht ist genau das der schönste Teil dieser Geschichte: Das Avocado-Prinzip war nie nur ein Bild. Es war von Anfang an eine Einladung, Innen und Außen zusammenzudenken.
Wenn du magst, teile gern, an welcher Stelle dir dieses Modell zuerst am stärksten einleuchtet: im Marketing, im Leadership oder in der Persönlichkeitsentwicklung. Denn manchmal zeigt sich die Kraft eines Modells genau dort, wo jemand anders plötzlich sein eigenes Thema darin erkennt.
Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Entstehungsgeschichte des Avocado-Prinzips
- Starke Modelle entstehen oft aus echter Beobachtung, nicht aus Theorie.
- Klarheit wird häufig dann nötig, wenn außen viel gesagt wird und innen wenig greifbar ist.
- Das Bild einer Avocado machte komplexe Zusammenhänge plötzlich sichtbar.
- Der Kern, das Fruchtfleisch und die Schale bilden bis heute eine starke Denkstruktur.
- Das Modell funktioniert im Branding, im Marketing, im Leadership und in der Persönlichkeitsentwicklung.
- Manche Ideen zeigen ihren vollen Wert erst Jahre später.
- Das Avocado-Prinzip wurde zuerst 2009 als Marke eingetragen und 2025 erneut gesichert.
- Die Kraft des Modells liegt in seiner Einfachheit, Stimmigkeit und Übertragbarkeit.
Zusammenfassung
Die Entstehungsgeschichte des Avocado-Prinzips beginnt in einem Workshop in Hannover, in dem eine scheinbar einfache Aufgabe eine überraschend starke Idee ausgelöst hat. Aus der Frage, wie sich ein Unternehmen auf der Rückseite eines Bierfilzes skizzieren lässt, entstand das Bild einer aufgeschnittenen Avocado. Daraus wurde ein Modell, das heute weit über Marketing hinaus wirkt.
Was zunächst wie eine spontane Metapher aussah, wurde später zu einem tragenden Denkwerkzeug für Branding, Marketing, Leadership und Persönlichkeitsentwicklung. Genau darin liegt seine besondere Kraft.
Fazit
Das Avocado-Prinzip ist nicht am Reißbrett entstanden. Es ist gewachsen. Aus Beobachtung. Aus Erfahrung. Aus Klarheit.
Und vielleicht macht genau das seinen Wert aus. Es erinnert uns daran, dass starke Wirkung immer dort beginnt, wo Kern, Fruchtfleisch und Schale zusammenpassen. Nicht nur im Unternehmen. Auch in Führung. Auch in der persönlichen Entwicklung.
Am Ende ist das Avocado-Prinzip deshalb mehr als eine Metapher. Es ist eine Einladung zur Stimmigkeit. Und manchmal beginnt genau dort etwas, das sehr viel größer wird, als man es in diesem einen spontanen Moment ahnen konnte.
Hinweis
Das Bild wurde mithilfe von KI generiert. Der Text wurde mithilfe von ChatGPT, Claude, Google, Wikipedia, einer Rechtschreibkorrektur und Perplexity erstellt.





